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Google: MINT ist die Grundlage, aber Soft Skills machen den Unterschied

Der Tech-Gigant Google untersuchte mit den Projekten OXYGEN und ARISTOTLE seine Anstellungspraxis hinsichtlich der Erfolgsbedingungen. Surprise, surprise!

Die Hypothese über den Erfolg von Anstellungen zeigte, dass rund acht Hauptkompetenzen verantwortlich sind für eine positive Wirkung von Anstellungen von Personal. An letzter Stelle... MINT-Expertise, also spezifische und herausragende Fähigkeiten in den Kenntnisbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik.

Die übrigen sieben Qualitäten mit höherem Wirkungsgrad sind alle sogenannte Soft Skills:

-ein guter Coach sein

-gut kommunizieren und zuhören können

-Empathie, also die Fähigkeit, sich in das Denken und in die Sichtweisen anderer hineinzuversetzen

-Teamfähigkeit und die Unterstützung für Teamkolleginnen und -kollegen

-kritisches Denken

-Problemlösungskompetenzen

-die Fähigkeit, Beziehungen zwischen komplexen Ideen und Situationen herzustellen

Ethngrafinnen und Anthropologen, die ansonsten kaum den Google-Teppich betraten, liess Google noch tiefer in die Daten eintauchen. Darauf wurde die Anstellungspraxis angepasst und erweitert. Auch Fachpersonen mit einem Arts-Profil aus Humanities, MBA etc. wurden gezielt angestellt. Vier Jahre nach OXYGEN untersuchte das Projekt ARISTOTLE Google-Teams aufgrund der Faktoren Innovation und Produktivität. ARISTOTLE konnte aufzeigen, dass sogenannte B-Teams tendenziell viel besser abschneiden. B-Teams sind Arbeits- und Entwicklungsgruppen, welche oft aus Mitgliedern bestand mit unbedingt mit den besten MINT-Zeugnissen. Diese besten Teams zeichneten sich ausserdem besonders aus durch Kompetenzen wie Neugier, Empathie, emotionale Intelligenz und andere. Zuoberst: emotionale Sicherheit, also positve Teamplayer, die eine positive Teamatmosphäre schaffen, allen Gruppenmitgliedern Vertrauen schenken und bewusst eine fehlertolerante Arbeits- und Teamkultur pflegen.

Die Publikation der Studienresultate geht zurück auf Cathy N. Davidson, Gründerin von «the Futures Initiatives» und Autorin von «The New Education: How to Revolutionize the University to Prepare Students for a World in Flux».

Quelle: Valerie Strauss (2017). Washington Post. The surprising thing Google learned about its employees — and what it means for today’s students. https://www.nationalsoftskills.org/not-surprising-thing-google-learned-employees/

MINT Kompetenzen sind entscheidend in einem Tech-Unternehmen wie Google. Könnte man meinen. Rückblick: 2013 hat Google aufgrund von Performance-Faktoren den Erfolg der damals üblichen Anstellungspraxis untersucht. Die Studie ging von der Hypothese aus, dass Tech-Kompetenzen den Erfolg in Form von Innovation, Produktivität und Entwicklung fördern. Das Projekt hiess OXYGEN und brachte trug nicht nur Überraschungen zu Tage, sondern brachte viel Sauerstoff in die Überarbeitung der Rekrutierungspraxis. Was ist geschehen?